Demografische Entwicklung in Sachsen-Anhalt
Der VdW Sachsen-Anhalt hat in den vergangenen Jahren im Jahresbericht wiederholt auf die zunehmende Demografie-Problematik in Sachsen-Anhalt hingewiesen. Die zunehmende Schrumpfung und Veralterung der Bevölkerung ist ein bundesweites Problem – besonders stark ist diese allerdings in Sachsen-Anhalt. Unser Bundesland ist nach dem Stadtstaat Bremen das älteste Bundesland der Republik.
Im Vergleich dazu verzeichneten auch Thüringen und Sachsen eine alternde Bevölkerung. Thüringen zählte Ende 2025 rund 2,08 Millionen Einwohner, Sachsen etwa 4,03 Millionen. Während Thüringen ähnlich wie Sachsen-Anhalt von Bevölkerungsrückgang und Überalterung betroffen ist, konnte Sachsen seine Bevölkerungszahl in den vergangenen Jahren durch Zuwanderung und die wirtschaftliche Entwicklung der Ballungsräume Leipzig und Dresden stabiler halten.
Nach den aktuellen regionalisierten Bevölkerungsprognosen des Statistischen Landesamtes ist bis zum Jahr 2040 von einem weiteren Rückgang der Bevölkerung auszugehen. Gleichzeitig wird ein weiterer Anstieg des Anteils älterer Menschen erwartet. Die Prognosen basieren auf Annahmen zur Fertilität, Mortalität und Migration und zeigen eine fortschreitende Alterung der Bevölkerungsstruktur bei sinkender Gesamtbevölkerungszahl.
Im bundesweiten Vergleich zeigt sich ein deutliches Ost-West-Gefälle: Viele ostdeutsche Flächenländer – insbesondere Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern – stehen vor den Herausforderungen einer alternden und teilweise schrumpfenden Bevölkerung. Demgegenüber wachsen zahlreiche westdeutsche Länder sowie die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen vor allem durch nationale und internationale Zuwanderung. Insgesamt erreichte Deutschland Ende 2025 rund 83,5 Millionen Einwohner und konnte damit den natürlichen Bevölkerungsrückgang durch Migration weitgehend ausgleichen.
Was muss daraus resultierend nun die Konsequenz für den VdW Sachsen-Anhalt sein?
In Anbetracht der verheerenden Situation und der fehlenden Reaktion seitens der politischen Entscheider, sehen wir uns gezwungen unsere Kräfte zu bündeln und besonders mitteldeutsche Projekte weiter voran zu treiben.