Leerstand nach Landkreisen
Der Leerstand im Wohnungsbestand der Mitgliedsunternehmen liegt 2025 bei durchschnittlich 11,5 % und ist damit gegenüber dem Vorjahreswert von 11,4 % minimal angestiegen. Die Entwicklung verdeutlicht, dass sich die Wohnungsmärkte in Sachsen-Anhalt regional weiterhin sehr unterschiedlich entwickeln.
Besonders in den ländlich geprägten Regionen und schrumpfenden Städten bestehen nach wie vor hohe Leerstandsquoten. Spitzenwerte weisen Dessau-Roßlau (28,9 %), der Landkreis Mansfeld-Südharz sowie der Burgenlandkreis (jeweils 18,0 %) auf. Ursachen sind insbesondere der demografische Wandel, die anhaltende Bevölkerungsabnahme sowie veränderte Wohnraumbedarfe. Hinzu kommen Bestände, deren Modernisierung oder energetische Sanierung wirtschaftlich nur schwer darstellbar ist.
Demgegenüber verzeichnen die Oberzentren und nachfragestärkeren Regionen deutlich geringere Leerstandsquoten. Im Landkreis Wittenberg liegt der Leerstand bei 3,2 %, im Altmarkkreis Salzwedel bei 5,1 %, in Magdeburg bei 6,0 % und in Halle (Saale) bei 6,7 %. Die Zahlen verdeutlichen die unterschiedlichen wohnungswirtschaftlichen Rahmenbedingungen innerhalb Sachsen-Anhalts und unterstreichen die Notwendigkeit regional differenzierter Strategien zur Sicherung und Entwicklung der Wohnungsbestände.
| Gemeinde | Leerstand eigener Bestand |
| Dessau-Roßlau | 28,9 % |
| Landkreis Mansfeld-Südharz | 18,0 % |
| Burgenlandkreis | 18,0 % |
| Salzlandkreis | 17,4 % |
| Landkreis Stendal | 15,2 % |
| Landkreis Anhalt-Bitterfeld | 13,9 % |
| Landkreis Harz | 12,8 % |
| Börde | 9,1 % |
| Landkreis Jerichower Land | 7,0 % |
| Halle | 6,7 % |
| Saalekreis | 6,3 % |
| Magdeburg | 6,0 % |
| Altmarkkreis Salzwedel | 5,1 % |
| Landkreis Wittenberg | 3,2 % |