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Was der VdW erreicht hat

Was der VdW erreicht hat

Sondervermögen - Infrastrukturinvestition Aufzugprogramm

Im Ergebnis eines Gesprächs in der Staatskanzlei mit dem Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Herrn Sven Schulze, hat das Land über die Investitionsbank Sachsen-Anhalt drei Millionen Euro aus dem Sondervermögen „Infrastruktur“ für die Förderung des An- und Einbaus von Aufzugsanlagen in Gebäuden kommunaler Wohnungsgesellschaften bereitgestellt.
„Als Wohnungswirtschaft wollen wir, dass alle Menschen möglichst lange selbstbestimmt in ihrer vertrauten Wohnung und ihrem gewohnten Umfeld bleiben können. Mit der Aufzugsförderung werden kommunale Wohnungsgesellschaften unterstützt, bestehende Wohngebäude barriereärmer und damit zukunftsfester zu machen. Das Geld aus dem Sondervermögen ist hier bestens angelegt“, auch wenn der Förderbetrag bei dem aktuellen Investitionsstau von mehr als EUR 210 Mio. deutlich zu gering ausfällt, erklärte VdW Verbandsdirektor Jens Zillmann.
Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung gewinne die Anpassung des vorhandenen Wohnungsbestandes weiter an Bedeutung, ergänzte die Ministerin. Davon profitierten insbesondere ältere Menschen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität, aber auch Familien mit Kindern.
Positiv bewerten wir die erstmalige Würdigung kommunaler Wohnungsunternehmen als Teil der kritischen Infrastruktur in den Städten und Gemeinden und damit Instrument der Daseinsvorsorge für breite Schichten der Bevölkerung. Für die Laufzeit des Sondervermögens bis 2029 muss sich die Förderung jetzt auch verstetigen und finanziell besser ausgestattet werden.

Mitteldeutsche Kooperationen

Gemeinsamer Fachausschuss Sozialmanagement

Beim Mitteldeutschen Fachausschuss Sozialmanagement am 3. Juni 2026 in Erfurt diskutierten Vertreter der Wohnungswirtschaft aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt über die wachsende Bedeutung des Sozialmanagements und erfolgreiche Praxisbeispiele für die Quartiersentwicklung.

Im Mittelpunkt stand die Erkenntnis, dass Sozialmanagement längst mehr als ein freiwilliges Zusatzangebot ist. Angesichts von Einsamkeit, demografischem Wandel, psychischen und finanziellen Belastungen sowie dem Rückgang staatlicher Unterstützungsangebote wird es zunehmend zu einem wichtigen Instrument, um Nachbarschaften zu stabilisieren und Wohnquartiere zukunftsfähig zu machen.

Vorgestellte Praxisbeispiele:

  • „Soziale Kümmerer“: Persönliche Ansprechpartner erkennen Probleme frühzeitig, vermitteln Hilfen und stärken Nachbarschaften. Dadurch können auch Konflikte und Leerstände vermieden werden.
  • Begegnungsstätte der BWG Halle-Merseburg: Eine ehemalige Begegnungsstätte wurde zu einem Sozial-, Freizeit- und Dienstleistungszentrum weiterentwickelt und dient als Beispiel für nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung.
  • Wobau Staßfurt: Plattenbaugebiete mit Leerstand werden zu modernen Versorgungsquartieren entwickelt, die Wohnen, Versorgung, Nachbarschaftshilfe und digitale Angebote verbinden.
  • „Wohnführerschein“ und „Zwischen Traum und Wirklichkeit“: Junge Menschen werden frühzeitig zu Mietrecht, finanzieller Verantwortung und Schuldenprävention informiert.

Die Veranstaltung zeigte, dass soziale Angebote, persönliche Unterstützung und quartiersbezogene Dienstleistungen zunehmend ein strategischer Erfolgsfaktor für Wohnungsunternehmen sind. Sie verbessern die Lebensqualität, stärken den sozialen Zusammenhalt und können gleichzeitig zur wirtschaftlichen Stabilität der Unternehmen beitragen. Das nächste Treffen findet 2028 in Sachsen-Anhalt statt.

Gemeinsamer Fachausschuss Digitalisierung

Um einen grenzübergreifenden Austausch zu gewährleisten, hat sich seit 2024 die Idee der gemeinsamen, mitteldeutschen Fachausschussitzung durchgesetzt.

Im diesjährigen Mitteldeutschen Fachausschuss Digitalisierung standen aktuelle Themen rund um die digitale Transformation der Wohnungswirtschaft im Mittelpunkt. Schwerpunkte waren das Notfallmanagement und die IT-Sicherheit, unter anderem anhand der GdW-Anwendungshilfe „IT-Sicherheit“. In einem praxisorientierten Workshop mit Gruppenarbeit wurden konkrete Fragestellungen gemeinsam bearbeitet. Darüber hinaus bot der Erfahrungsaustausch zu laufenden Digitalisierungsprojekten Raum für Best Practices und Impulse. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch das Thema Künstliche Intelligenz, insbesondere WohWi-GPT, sowie einen Praxisbericht aus einem Mitgliedsunternehmen.


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