Was wir fordern
Was wir fordern
Förderung anpassen an demografischen Wandel
Für Sachsen-Anhalt haben wir 4 grundlegende Forderungen an die künftige
Landesregierung:
1. Umsetzung der Vereinbarungen im Koalitionsvertrag der aktuellen Legislatur (Zeilen 4873 bis 4899), die eine Weiterführung der Wohnungsbau- und Städtebauförderung verbindlich festlegt. Dies beinhaltet die zugesagte 1:1 Kofinanzierung der Bundesmittel für den sozialen Wohnungsbau.
2. Fortführung des Aufzugsprogramms der Investitionsbank Sachsen-Anhalt unter Berücksichtigung der Handlungsempfehlungen aus dem Evaluierungsbericht der wohnungswirtschaftlichen Verbände
3. Maßnahmenplan der Landesregierung im Ergebnis der Fachtagung des Sozialministeriums am 25.09.2025 in Dessau. In Sachsen-Anhalt herrscht ein eklatanter Mangel an barrierereduziertem Wohnraum. Laut Sonderauswertung Mikrozenzus 2022 sind nur 6 % des Wohnungsbestandes barrierereduziert, für 100 mobilitätseingeschränkte Haushalte stehen nur 24 barrierefreie Wohnungen zur Verfügung.
4. Zusage einer Wohnungsbauförderung in Höhe von 1% des Landeshaushalts, dies entspricht einer Summe von rd. EUR 150 Mio., über die gesamte Legislatur.
Bericht aus Fachtagung barrierefreies Bauen
In Kooperation mit dem Sozialministerium des Landes Sachsen-Anhalt gestaltete der VdW eine Fachtagung „Barrierereduziertes Wohnen“ im Bauhaus Dessau. Ziel der Veranstaltung war es, auf den immer größer werdenden Bedarf an Wohnungen für eine immer älter werdende Bevölkerung hinzuweisen. Da laut Zensus 2022 nur 6 % der Wohnungen in Sachsen-Anhalt eine Form der Barrierereduzierung aufweisen, ist mit Blick auf die demografische Entwicklung bis 2045 ein sofortiges Handeln erforderlich! In Praxisberichten der kommunalen Wohnungsgesellschaften in Dessau, Staßfurt und Lutherstadt Wittenberg wurde verschiedene Möglichkeiten zur Reduzierung von Barrieren im Wohnungsbestand präsentiert. Wissenschaftlich begleitet wurde die Fachtagung durch den Lehrstuhl Immobilienwirtschaft der Hochschule Anhalt in Bernburg. In verschiedenen Workshops wurden die mehr als 130 Teilnehmer in die Thematik eingebunden und in digitalen Formaten wurde die verschiedenen Optionen der altersgerechten Modernisierung von Bestandswohnungen sowie die Auswirkungen auf Finanzierung und Mietsteigerung analysiert. Am Ene stand die zentrale Forderung nach Verbesserung der Fördermittelkulissen in Bund und Land zur besseren Versorgung mit altersgerechtem Wohnraum.