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Was bewegt unsere Mitglieder?


„Der Leerstand ist kein Randproblem, sondern eine existenzielle Zukunftsfrage für Dessau-Roßlau und seine Funktion als Oberzentrum. Wir kämpfen mit Abwanderung, der Anziehungskraft starker Metropolregionen, einem überlasteten kommunalen Haushalt und einer Fördermittelpolitik des Landes, die den Herausforderungen nicht gerecht wird. Mit über 30 Prozent Leerstand bei der DWG und erheblichem Instandhaltungsbedarf stehen wir vor gewaltigen Aufgaben. Wer unsere Städte stärken will, muss jetzt handeln – mit echtem politischem Willen, klaren Entscheidungen und verlässlicher Förderung.“


Thomas Florian, Geschäftsführer DWG Dessauer Wohnungsbaugesellschaft mbH

"Ländliche Regionen verzeichnen zunehmend Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von qualifiziertem Personal. Neben der Ausbildung der eigenen Fachkräfte setzten wir auch auf die Aus- und Weiterbildung von Quereinsteigern.

Aus den zunehmenden Gesetzes- und Verordnungsanforderungen erwächst jedoch aufgrund der kleinen Teams ein steigender Effizienzdruck.

Daher ist die Identifikation passender Talente und deren Verwurzelung in den Unternehmen die größte Herausforderung."

Daniela Kock, Geschäftsführerin BWZ- Bau- und Wohnungsgesellschaft mbH Zerbst


"Die zunehmende Komplexität von Prozessen und Systemen stellt eine wesentliche Herausforderung bei der digitalen Transformation dar. Hierbei gilt es, die Gemengelage aus technologischen, rechtlichen und organisatorischen Ansprüchen aufzulösen. Mitarbeiter und Führungskräfte müssen motiviert, mitgenommen und geschult werden. Daten- und Cybersicherheit, Datenschutz und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften werden meist durch große Anbieter verlässlicher gewährleistet, was jedoch zu einer größeren Abhängigkeit von einzelnen Anbietern führt."

Elke Schächtel, Geschäftsführerin Wohnungsbau-GmbH Oebisfelde

„Die Wohnungswirtschaft in Sachsen-Anhalt steht bei Energieeffizienz und Nachhaltigkeit vor besonderen Herausforderungen. Moderate Mieten, demografischer Wandel und Leerstände begrenzen die wirtschaftlichen Spielräume, während gleichzeitig hohe Investitionen in energetische Sanierung, altersgerechten Wohnraum und Quartiersstrukturen erforderlich sind. Nachhaltigkeit muss daher ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte verbinden. Für das Gelingen der Energiewende in der Wohnungswirtschaft braucht es daher differenzierte politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die die Realitäten strukturschwächerer Regionen stärker berücksichtigen. Bundeseinheitliche Anforderungen ohne regionale Differenzierung werden den Herausforderungen der vorhandenen Mikrolagen in Sachsen-Anhalt nicht gerecht.“

Robert Detsch, Betriebsleiter Wohnungswirtschaft Bad Dürrenberg